Pilzverein am Bachtel

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Ein Verein geht neue Wege

Ein junger, dynamischer Verein

Der Pilzverein am Bachtel ist ein junger Verein. Gegründet 2002 zählt er heute bereits 150 Mitglieder, ist im Besitz von Mikroskop, Stereolupen, Kamera für Mikroskop, Beamer, VHS- und DVD-Player, Audio-Anlage, Leinwand, Zelten und einem gut ausstaffierten Inventar im eigenen Vereinslokal.

Die unzähligen Events, welcher der Verein in den wenigen Jahren seiner Existenz durchgeführt hat, haben ihn in Kürze zu einer festen Grösse rund um den Zürcher Oberländer Hausberg, den Bachtel, werden lassen. Die Mobilisierung von über 58% der aktiven Vereinsmitglieder für Anlässe jeglicher Art, zeigt auf, dass sich die Mitglieder wohl fühlen, dem Verein zugewandt sind und es deshalb auch nicht scheuen, Hand anzulegen und mitzuhelfen, sei dies nun bei Auf- und Abbau, in der Küche, dem Service, der Betreuung, der Organisation, der Werbung und vielen anderen Aufgaben, welche bei einem Anlass anfallen.

Ob all dieser Aktivitäten steht aber unser Freund, der Pilz. Seine Faszination, welche er ausübt, hat alle Mitglieder ergriffen. Nicht nur essen wir gerne Pilze, sondern wir versuchen diese auch zu bestimmen, sei dies an wöchentlichen Bestimmungsübungen, an Exkursionen, an pilzkundlichen Wochenenden und last but not least an Weiterbildungen, welche vom Verband oder anderen Institutionen zur Verfügung gestellt werden. 

Fachkräfte leisten Fronarbeit

Im Verlaufe dieser pilzkundlichen Tätigkeiten ist dem Verein aufgefallen, dass hochkarätige Fachkräfte in Fronarbeit unschätzbares Pilzwissen aufbereiten. Sie tun dies in ihrer Freizeit, oft auf eigene Kosten, manchmal mit primitivsten Hilfsmitteln, immer aber mit einer schier unendlichen Hingabe für die Sache. Die vielen so entstandenen Bestimmungsschlüssel, unzählige mykologischen Fachschriften, tausende von Beiträgen in Fachzeitschriften und einschlägigen Internetblogs, sowie auch immer wieder die wohlwollende Unterstützung von Anfängern bei der Bestimmung von speziell schwierigen Pilzarten, macht die Arbeit dieser mykologischen Fachkräfte für die Mykologie, aber natürlich auch für viele Hobbymykologen, wie sie im Pilzverein am Bachtel zu finden sind, unentbehrlich.

Ein Preis, schon lange fällig

In Ermangelung einer entsprechenden Initiative Seitens der Landesverbände, hat sich der Pilzverein am Bachtel dazu entschlossen, einen Preis für diese unschätzbare mykologische Arbeit auszuschreiben. In unregelmässigen Abständen verleiht der Verein seit dem Jahre 2010 den „Prix Myko“. Dieser Preis wird an Personen und/oder Personenkreise vergeben, welche sich durch hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der Mykologie ausgezeichnet haben. Dies können wissenschaftliche Arbeiten sein, aber auch Arbeiten in den Bereichen Ausbildung/Schulung, welche zur Verbreitung mykologischer Kenntnisse massgebend beitragen.

Der Preis ist mit CHF 1000.—dotiert.

Ein Beitrag zur Biodiversität

Der Pilzverein am Bachtel handelt im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten. Mit dem Preis anerkennt der Verein die Arbeit entsprechender Fachkräfte und ermuntert diese, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Bedenkt man, dass viele einschlägige Fachleute neue Arten beschreiben, gar entdecken, so ist zu erklären, weshalb der Pilzverein am Bachtel diesen Preis auch als einen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität unseres Planeten versteht. Dieses Verständnis unterstreicht der Verein mit dem Gründungsjahr 2010 des Preises, dem Jahr der Biodiversität.